Sonntag, 13. August 2017

Rezension: Tödlicher Lavendel

Ein Leon-Ritter-Krimi - Teil 1,
von Remy Eyssen, erschienen bei Ullstein.


Erschienen am 08.04.2015
Taschenbuch, Broschur
464 Seiten
ISBN-13 9783548286990

Beschreibung laut Verlag
Eigentlich hatte sich Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter auf einen entspannten Job in der Sonne gefreut. Doch kaum im Örtchen Lavandou angekommen, liegt schon sein erster Fall auf dem Tisch. Ein Mädchenmörder geht in der Provence um. Zwei weitere Mädchen sterben, und alle Spuren laufen scheinbar ins Leere. Ritter kämpft nicht nur gegen einen perfiden Mörder, sondern auch mit dem Laisserfaire der südfranzösischen Behörden. Als plötzlich die Tochter seiner Kollegin Isabell Morell entführt wird, wird es heiß in Lavandou, sehr heiß sogar. Und Ritter merkt, dass sogar sein eigenes Urteilsvermögen getrübt ist.

Rezension
Nach einem persönlichen Schicksalsschlag will Dr. Leon Ritter noch einmal ganz von vorne anfangen. Und so kehrt er Deutschland den Rücken zu und nimmt die Stelle eines Gerichtsmediziners in der Provence an.

Schon kurz nach seiner Ankunft, wartet bereits sein erster Patient auf ihn: Ein junges Mädchen, das anscheinend keines natürlichen Todes starb. Davon möchte aber weder die Polizei noch der Bürgermeister etwas hören. Schließlich sind die Urlauber wichtig für den Ort. Doch es bleibt nicht bei einem verschwunden Kind

Und so macht sich Leon auf die Suche ... nach Spuren... nach den Kindern... nach Beweisen. Trotz aller Widrigkeiten. Erst als die Tochter der Polizistin Isabell Morell - Leons Vermieterin - spurlos verschwindet, kommen die Dinge in Bewegung... und das nicht zu knapp.

Fazit 
Vor kurzem stolperte ich über ein ansprechendes Cover - 'Gefährlicher Lavendel' von Remy Eyssen - der dritte Fall des Gerichtsmediziners Leon Ritter. Mmmm ein kurzer Blick auf die Beschreibung und mein Interesse war geweckt. Aber ich - als Reihenliebhaber - kann ja nicht einfach mittendrin anfangen, nech?! - Also erst einmal Teil 1 besorgen - natürlich in der Hoffnung, dass es sich lohnt :0)

Was soll ich sagen? Ja, es hat sich gelohnt. Die Schreibweise ist sehr gut zu lesen, die Provence entsteht vor dem inneren Auge - jetzt kann ich verstehen, warum es so viele Urlauber dorthin zieht. Das Thema ist natürlich... ernst - nicht gerade leicht. Und doch wird es nicht unnötig... im wahrsten Sinne des Wortes 'ausgeschlachtet'.

Die Protagonisten sind sehr gut ausgeleuchtet. Man bekommt ein Gespür für die einzelnen Leute. Die Atmosphäre des Buches nimmt den Leser mit. Und je näher ich dem Showdown kam, desto sicherer war ich mir, dass man dieses Buch bestimmt auch prima verfilmen kann.

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten und dritten Teil und ich hoffe, dass es bei der Qualität bleibt - ha - und wieder eine neue Reihe in meiner Sammlung ;0)

Reihenfolge:
Tödlicher Lavendel
Schwarzer Lavendel
Gefährlicher Lavendel

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 10. August 2017

Rezension: Velvet

Volume 3


Erschienen am 28.07.2017
Polyband
FSK: 12
Laufzeit: ca. 495 Min. (11 x 45 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Spanisch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs:3

Synopsis
Heimliche Küsse, große Hoffnungen und enttäuschte Gefühle sind in die kostbaren Stoffe eingewebt, aus denen fleißige Hände die großen Roben für ihre erlesene Kundschaft schneidern.

Alberto, der Erbe der Galerías Velvet, hat Cristina, die Tochter eines der reichsten Unternehmer Spaniens, vor den Traualtar geführt. Ana, Albertos einzig wahre Liebe, weiß, dass ihr geringer Status als einfache Schneiderin ihr den Aufstieg schwer macht. Als die Galerías Velvet nun neue Uniformen für eine spanische Fluglinie herstellen sollen, ernennt Alberto Ana zur verantwortlichen Designerin für diese Nebenlinie. Mit gemischten Gefühlen sieht Ana der engen Zusammenarbeit mit Alberto entgegen. Zugleich kämpft der gutaussehende und charmante Pilot Carlos um Anas Liebe.


Rezension
Alberto (Miguel Ángel Silvestre) hat es zur Zeit nicht leicht bei den Galerias. Während seiner Hochzeitsreise mit Cristina (Manuela Velasco) hat ihr Bruder Enrique (Diego Martín) das Ruder bei Velvet übernommen und nun zwingt er Alberto Uniformen für die Stewardessen der Fluglinie Airsa herzustellen. Was zunächst so abwegig klingt für ein Haute-Couture-Unternehmen, erweist sich jedoch als eine große Chance für Ana (Paula Echevarria) - denn Alberto beauftragt sie mit dem Designen der neuen Uniformen.


Was er dabei nicht berücksichtigt hat, ist Anas neuer Bekannter Carlos (Peter Vives Newey) - Pilot bei genau dieser Fluglinie und nun als Kontaktmann für die neue Kollektion auserkoren, sodass Ana und Carlos mehr Zeit miteinander verbringen, als Alberto lieb ist...

Fazit
Nee, wat is dat schöööön :0)

 

Weiter geht es mit Herz, Schmerz und dies und das - und ja, es macht weiterhin Spaß die Serie anzuschauen. Den Machern ist es gelungen eine schöne Geschichte in tollen Bildern, mit guter Musik und passenden Schauspielern zusammenzustellen.

Auch die neu dazugekommenen Darsteller fügen sich perfekt ist das bestehende Ensemble ein. Egal ob Peter Vives Newey als Carlos - Anas neuer.... Bekannter, Ángela Molina als Isabel ... eine ... alte Bekannte von Anas Onkel - gespielt von José Sacristán oder auch Llorenc González als Pedros Cousin - alles passt einfach zusammen.



Eine Serie für das Herz, zum Schmunzeln und zum Mitfiebern - wahrscheinlich eher für Mädels gemacht, als für hartgesottene Männer ;0)

Worauf man allerdings achten muss - Volume 1 + 2 dieser Serie laufen bei Netflix unter Staffel 1, Volume 3 + 4 (die ich auch bald durchgeschaut habe) unter Staffel 2. Das sei nur am Rande bemerkt, damit man nicht durcheinander kommt.

Also: ich mag Velvet - meine Empfehlung habt ihr ... Mädels!

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 1. August 2017

Rezension: Die Länder von Eis und Feuer

von George R. R. Martin, erschienen bei penhaligon.


Erschienen am 26.09.2016
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN 978-3-7645-3170-6

Rezension der etwas anderen Art :0)
Nicht das Ihr Euch erschreckt - Nein, dieses hier ist nicht der nächste Teil von 'Das Lied von Eis und Feuer'! Leider, leider nicht. ABER es ist auf jeden Fall auch etwas tolles :0)

Als das Teilchen hier ankam war ich schon mal recht überrascht. Mit 1470g - ja, sage und schreibe 1,47 kg handelt es sich hier nicht wirklich um leichte Kost und auch die Ausmaße sind schon nett. Ich hab mal Fotos gemacht inklusive meiner Hand - damit man einen Eindruck bekommt.

 

Qualitativ fühlt sich das Ganze richtig edel an. An der schmalen Seite ist ein Magnet über die komplette Seite eingearbeitet, sodass die Karten sicher aufbewahrt sind.


 Innen erwarteten mich dann 12 Landkarten - hachz - und zwar
 
* Die bekannte Welt
* Sklavenbucht
* Dothrakisches Meer
* Jenseits der Mauer
* Westeros
* Der Westen
* Freie Städte
* Zentralessos
* Osten
* Königsmund
* Braavos
* Reisen


Jede einzelne Karte hat ungefähr die Größe von 9 aneinander gelegten DinA4-Blättern teilweise im Hoch-, teilweise im Querformat und ausnahmslos sind alle Karte liebevoll und detailliert gezeichnet auf schönem dicken Hochglanzpapier - da mache ich mir keine Sorgen, dass die Karten nach zweimal auf- und zuklappen zerreißen.

Im Gegenteil: ich könnte mir vorstellen, dass diese Karten sich auch richtig schön in tollen Rahmen an der Wand machen - zu schade, dass ich nicht einfach alle 12 Karten aufhängen kann - so viel Platz ist einfach nicht da *seufz*.

Ich kann Euch übrigens nur ganz schlecht sagen, welche Karte mir am besten gefällt... eigentlich hat jede etwas. Das dothrakische Meer zum Beispiel fand ich überaus beeindruckend. Riiiiiiiiiiiiiiiiesig groß das Ganze. Da sieht man erst einmal welche Wege Dany und das Khalasar hinter sich gebracht haben... uff...und das alle zu Fuß oder auf dem Pferd.

In der Karte 'Reisen' kann man sich auch hervorragend verlieren. Wobei nicht nur die Reisen von Danerys, Tyrion und Co eingezeichnet sind, nein, auch Aeron, Quentin und Jon Connigton fehlen nicht.

Was allerdings fehlt ist ein Koordinatennetz und eine Auflistung aller Orte - so nach dem Motto: Astapor liegt in Feld D3. So muss man sich wirklich jede Karte einzeln zu Gemüte führen, mit dem Finger drüber wandern, die Zungenspitze zwischen den Lippen und gucken, suchen, staunen -  Ihr wisst was ich meine, nech ?!

Fazit
Ich denke für jeden eingefleischten Fan der epischen Geschichte von Eis und Feuer ist das schon ein tolle Beiwerk... zumindest für die, die eventuell nicht so auf den Pfennig.... bzw. auf den Cent achten müssen... Der Preis von knapp 40 Euro ist schon ... schluck, aba...aba...aba.... die Karten dieser Fantasiewelt sind auch wirklich schön ;0)

Viele Grüße von der Numi

Montag, 31. Juli 2017

Rezension: Agatha Raisin

Staffel 1


Erschienen am 13.03.2017
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Agatha Raisin, ehemalige PR-Managerin aus der Metropole London, hat genug von der Großstadthektik. Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds - davon hat Agatha schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit sie allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn:
Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben!
Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen. Agatha ermittelt auf eigene Faust...


Rezension
Agatha Raisin (Ashley Jensen) - ein Werbefachfrau... ach, was sag ich: eine Werbe-Ikone aus dem schillernden London - setzt sich zur Ruhe. Und genau so, wie sie es sich schon immer gewünscht hat, in einem wunderschönen Cottage im malerischen Cotswolds. Nun fehlt nur noch das Integrieren ins örtliche Dorfleben.

Doch leider läuft das nicht wirklich nach Plan... irgendwie sind die Dörfler nicht ganz so aufgeschlossen für die Neue, wie Agatha sich das vorgestellt hat. Aber Aufgeben ist ja was für andere. Als erstes nimmt sie also an einem Backwettbewerb teil mit einer wunderschönen, überaus leckeren Quiche.

Man muss vielleicht dazu sagen, das Agatha nicht so der Typ Hausfrau ist... aber wichtig ist ja eigentlich auch nur, das sie den Wettbewerb gewinnt um so Kontakte im Dorf aufzubauen. Und wenn stört es da, das die Quiche ... nicht direkt selber ... naja... sie holt sie immerhin selber ab - in London - bei einem Meister-Quiche-Bäcker!

Dumm ist nur, das der Testesser des Wettbewerbs nach dem Genuss genau dieser Quiche verstirbt - Todesursache Gift. Peinlich... überaus peinlich für Agatha. Nun steht sie doch tatsächlich unter Mordverdacht... und muss nun beichten,... das die Quiche nicht handgemacht war...

Gleichzeitig jedoch ist ihr Ehrgeiz geweckt. Wer könnte der Giftmischer sein? Und warum wurde ausgerechnet der Testesser getötet? Und wie kam das Gift in ihre Quiche? Agatha macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter!

Fazit
Herrlich!

Ich fang mal von vorne an: In der ersten Folge war ich doch etwas.... irritiert - kommt Agatha doch leicht overdressed, überkandidelt, ein wenig schräg daher. Und dann betrügt sie auch noch bei dem Wettbewerb... mmm... aber manchmal muss man einfach mal durchhalten und weiter schauen. Und ich bin froh, dass ich das gemacht hab :0)


Die Schauspieler sind für ihre Rolle klasse ausgewählt und alle durchweg sympathisch. Da wäre natürlich Ashley Jensen als Agatha, Katy Wix als ihre Haushälterin Gemma, die ein kleines Auge auf den Polizisten Bill Wong - gespielt von Matt McCooey - geworfen hat. Der wiederrum mag eigentlich Agatha lieber, die aber eher auf ihren Nachbar James (Jamie Glover) steht. Ja ja, auf der Alm, da gibts koa Sünd, aber auf so einem englischen Dorf...


Dazu kommt dann noch Agathas bester Freund aus London - Mathew Horne als Roy Silver, schwul, ein Recherche-As am Computer und stets mit Rat und Tat an Agathas Seite - herrlich.

 

Von der Umgebung her fühlt man sich, wie bei Inspector Barnaby - ein beschauliches, ruhiges, wunderschönes, englisches Dorf, in dem die Leute sterben, wie die Fliegen. Ja keine Sorge, der Testesser ist natürlich nur das erste Opfer in der ersten Folge. Ihm folgen noch einige nach, sodass Agatha ihre neugierige Nase auch weiterhin in Mordfälle stecken kann - und das ist gut so.


Also meine beiden Daumen sind oben für diese tolle, humorvolle, spannende Cosy-Krimiserie. Mir hat sie richtig gut gefallen und ich freue mich auf mehr von Agatha!

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 27. Juli 2017

Rezension: The Paradise

Staffel 1 und 2


Erschienen am 14.08.2015
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Im England des Viktorianischen Zeitalters zieht die junge Denise Lovett (Joanna Vanderham) in eine kleine Stadt, um in dem Textilwarenladen ihres Onkels zu arbeiten. Da jedoch gerade das Kaufhaus The Paradise eröffnet wurde, kann sich ihr Verwandter die Anstellung seiner Nichte nicht lange leisten. Also heuert sie im Paradise als Verkäuferin an und wird unter den strengen Augen ihrer Vorgesetzten Miss Audrey (Sarah Lancashire) ausgebildet. Bald wird der Witwer John Moray (Emun Elliott) auf die adrette Frau aufmerksam, was wiederum Kollegin Clara (Sonya Cassidy) überhaupt nicht gefällt.

Rezension
19. Jahrhundert - Die junge Denise (Joanna Vanderham) zieht in die Stadt um bei ihrem Onkel (Peter Wight) in seinem Textilwarenladen zu arbeiten. Doch leider kann der es sich im Moment gar nicht leisten jemanden anzustellen, denn ein neues Kaufhaus hat direkt gegenüber seines kleinen Lädchens eröffnet.


Um nicht wieder nach Haus zu müssen, bewirbt sich Denise einfach in dem Kaufhaus und tatsächlich bekommt sie die Chance dort als Verkäuferin zu arbeiten. Schon bald fällt sie nicht nur dem Besitzer des Kaufhauses - Witwer John Moray (Emun Elliott) - auf. Nein, durch ihre clevere, ideenreiche Art hat sie auch schnell die Neider auf den Plan gerufen. Und das führt zu so manchen Irrungen und Wirrungen.

Fazit
Liebe, Eifersucht, Leidenschaft - bei manchen vor allem für das Geschäft, Neid, Missgunst - ein Potpourri der Leidenschaften. Eigentlich schau ich solche Serien ja nicht unbedingt, aber *hachz* - diese hier hat mir gefallen.



Das könnte natürlich auch zum Teil an der wunderschönen Ausstattung liegen - alleine diese Kleider - seufz - vielleicht sollte ich mir auch mal so ein Teil nadeln - zumindest kann man einen voluminöseren Popo bestimmt traumhaft damit kaschieren :0)


Der ein oder andere Schauspieler war mir bekannt, z.B. Sarah Lancashire (Denises Vorgesetzte Miss Audrey) aus der Serie Happy Valley oder Peter Wight (Onkel) aus der ein oder anderen Serie, aber auch die - für mich - unbekannten Schauspieler haben einen guten Job abgeliefert. Allen Voran Joanna Vanderham, die die junge ehrgeizige Frau in der damaligen Zeit der Männer glaubhaft verkörpert.


Ich würde sagen 'The Paradise' ist eine Serie für Frauen - fürs Auge und fürs Herz. Mir hat sie richtig gut gefallen - zwar leider nur insgesamt zwei Staffeln, aber die sind wirklich gelungen und die Geschichte ist rund abgeschlossen.

Also: Meine Daumen sind beide oben!

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 25. Juli 2017

Rezension: Tod auf Juist

von Ulrike Busch, erschienen im Klarant Verlag.



Erschienen am 14.07.2017
Ebook
99 Seiten
ISBN 9783955736507

Beschreibung laut Verlag
Ein rätselhafter Todesfall hält die ostfriesische Insel Juist in Atem. Zwei junge Frauen werden leblos aufgefunden, friedlich ruhend im Strandkorb! Die beiden Freundinnen waren Gäste im Haus der Inneren Mitte, dem berühmten spirituellen Zentrum der Insel. Hat ihr Therapeut Jannes Aldag die Selbstmord-Absichten der jungen Frauen nicht erkannt? Zur selben Zeit weilt auch die ostfriesische Journalistin Kaya Witt auf Juist. Sie mag an die Freitod-Theorie nicht so richtig glauben und spürt der Sache nach. Schnell wird deutlich: Unter den Therapeuten des spirituellen Zentrums herrscht alles andere als Harmonie. Und welche Rolle spielt der halbseidene Finanzjongleur Jendrik Holthusen? Er hat große Pläne auf der Nordseeinsel, und der Tod der beiden Frauen spielt ihm perfekt in die Karten…

Rezension
Kaya - Journalistin ihres Zeichens - ist auf dem Weg nach Juist. Zusammen mit Tante Leenke und Freundin Inka wollen die 3 eine Woche entspannen - Tante Leenke mit Spaziergängen und die beiden jungen Frauen mit einigen spirituellen Kursen im 'Haus der Inneren Mitte'

Doch schon auf dem Weg zur Insel ändern sich die Vorzeichen, denn ausgerechnet auf Juist werden zwei Leichen in einem Strandkorb gefunden. Selbstmord? Mord? Hat der Tod der Beiden etwas mit dem 'Haus der Inneren Mitte' zu tun? Schließlich waren die Toten dort auch in Behandlung.

Kayas Neugierde ist geweckt. Was steckt hinter der ganzen Geschichte? Wer ist darin verwickelt? Oder ist es eventuell doch alles anders als gedacht?

Fazit
Das ich die Bücher von Frau Busch mag, brauche ich doch bestimmt nicht mehr erwähnen, oder? Dieses ist mittlerweile das sechste Buch, das ich von ihr gelesen habe - das zweite aus der Reihe um Kaya Witt. Die Schreibe gefällt mir einfach. Fluffig, leicht zu lesen, sympathische Protagonisten, durchdachte Geschichten, die spannend erzählt werden - wobei der zweite Teil mir sogar besser gefallen hat als der Erste.

Und doch möchte ich jetzt an dieser Stelle mal auf hohem Niveau meckern: Ein Krimi auf knapp 100 Seiten ist machbar, aber was wird aus uns armen Lesern? Das hat man doch dann soooooo was von schnell weg gelesen. Und plötzlich muss man wieder auf ein nächstes Buch warten. Das ist doch nicht gerecht oder?

Der einzige Trost, der mir bleibt? Das jeweils neue Buch aus der Anders/Stern- und der Kripo Wattenmeer-Reihe wartet schon darauf gelesen zu werden. Von daher bin ich beruhigt und mecker auch nur ganz leise ;0)

Meine Empfehlung habt Ihr auf jeden Fall wieder!

Reihenfolge
1. Der blaue Stern
2. Tod auf Juist

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 8. Juli 2017

Rezension: Der letzte Pilger

Ein Fall von Tommy Bergmann 1
von Gard Sveen, erschienen bei List.

 

Erschienen 12.05.2017
Taschenbuch, Broschur
460 Seiten
ISBN-13 9783548613734

Beschreibung laut Verlag
Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Während des Krieges stand er stets auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann, scharfsinnig, klug und ein Selbsthasser voller innerer Abgründe, sieht einen Zusammenhang: Die Toten stehen in Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes. Je mehr Tommy Bergmann über die schöne und hochintelligente Frau herausfindet, umso gefährlicher erscheint sie ihm.

Rezension
Zunächst werden in der Nordmarka drei Leichen gefunden - anscheinend Opfer aus dem zweiten Weltkrieg. Ermittler Thomas Bergmann ist betroffen, denn bei einer der Leichen handelt es sich um ein Kind.

Als kurze Zeit später Carl Oscar Krog - ein ehemaliger Widerstandskämpfer - brutal ermordet aufgefunden wird, vermutet Thomas einen Zusammenhang.

Wer sind die Toten und warum sind sie gestorben? Steht die alte Geschichte im Zusammenhang mit dem aktuellen Mordfall? Und wenn ja, wie? Der Name Agnes Gerner taucht immer wieder auf. Ist sie einer der drei Leichen? Wie kann man heute noch heraus bekommen, was damals wirklich geschah und kann man so den Mörder von Krog fassen?

Thomas Bergmann macht sich an die Arbeit...

Fazit
Bei diesem Debüt von Gard Sveen handelt es sich definitiv nicht um einen humorvollen Schnell-weg-les-Krimi, nein - es ist ein Kriminalroman, der den Leser in die Vergangenheit führt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen - einmal zur Zeit des zweiten Weltkrieges zum anderen ins Jahr 2003, sodass man an den jeweiligen Ereignissen 'live' teilnimmt.

Die Schreibweise von Sveen gefällt mir gut - detailreich lässt er Bilder im Kopf entstehen. Allerdings sind die Protagonisten nicht unbedingt sympathisch. Sowohl Bergmann, der als Einzelkämpfer allein unterwegs ist, seine Ex geschlagen hat und nicht wirklich glücklich mit sich selbst ist, als auch die ... anderen Personen. Ich kann nicht behaupten, dass mir da jemand positiv ins Auge gesprungen wäre.

Interessant war das Aufrollen der Vergangenheit. Den zweiten Weltkrieg aus nicht-deutschen-Augen betrachtet - das ist mal eine andere Sicht auf die damalige Zeit.

Allerdings hat mich das Ende der Geschichte irritiert. Normalerweise kann man das Motiv der Täter in Kriminalromanen ja ... nachvollziehen. Aber hier ist mir nicht klar geworden, warum... zumindest zwei Morde... also, da weiß ich einfach nicht...

Mmmm... nein erzählen werde ich nichts, aber das Buch hat mich mit ein, zwei Fragezeichen zurückgelassen... kommt ja schon mal vor, aber...

Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Serie weiter entwickelt. Der zweite Teil 'Teufelskälte' ist im Juni erschienen und steht definitiv auf meiner Wunschliste.

Reihenfolge
1. Der letzte Pilger
2. Teufelskälte

Viele Grüße von der Numi