Donnerstag, 22. März 2018

Rezension: Mordsschwestern

von Ulrike Busch, erschienen bei Klarant.


Erschienen am 31.10.2017
Taschenbuch
180 Seiten
ISBN: 978-3955737054

Beschreibung laut Verlag
Das ostfriesische Fischerdorf Greetsiel wird von einem makabren Mordfall erschüttert. Eine Frau wird getötet aufgefunden, mitten auf dem Friedhof und ausgerechnet am Grabstein der berühmten Familie Feddersen. Brisante Zusammenhänge kommen ans Licht. Die Tote war die Leiterin des Museums, in dem die wertvollen Kunstsammlungen des verstorbenen Ehepaars Feddersen bald ein Zuhause finden sollten. In Verdacht geraten die Erben, unter denen ein verbitterter Streit über die Kunstschätze herrscht. Schnell wird klar: Die drei Schwestern Urte, Dorit und Leni sind zu vielem bereit, um ihren Willen durchzusetzen… Die Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders stehen vor einer heiklen Mission, denn sie haben es mit einer der einflussreichsten Familien Ostfrieslands zu tun. Doch zum Zaudern bleibt keine Zeit, plötzlich ist eine der Schwestern spurlos verschwunden und die Ereignisse nehmen einen unvorhersehbaren Verlauf…

Rezension
Die Leiterin des Museums für ostfriesische Kunst und Kultur wird tot aufgefunden, ermordet, am frisch ausgehobenen Grab ihres guten Freundes, des alten Feddersens, der genau heute begraben werden sollte. Als die Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders die Familie Feddersen informieren, dass die Beerdigung verschoben werden muss - schließlich muss die Spurensicherung ihre Arbeit erledigen - stoßen sie auf wenig Begeisterung. Aber sind sie auch entsetzt über den Tod von Suse Perk?

Wer kommt als Täter in Frage? Die Dame hatte kaum Kontakte außerhalb der Familie Feddersen. Und den Hinterbliebenen scheint der Tod ... der Mord nicht ungelegen zu kommen. Fenna und Tammo machen sich an die Arbeit, die ihnen die einflussreiche Familie nicht einfacher macht....

Fazit
Auf nach Greetsiel zum vierten Teil um die Ermittler Fenna und Tammo - dazu einen Ostfriesentee, was zum Knabbern, eine Kuscheldecke und auf gehts!

Und es bleibt dabei: Mir gefallen die Bücher aus der Feder von Frau Busch einfach richtig gut. Keine unnötige Brutalität sondern gut gemachte Krimis, die von Anfang bis zum Ende die Spannung halten und den Leser zum Miträtseln einladen.

Obwohl der Kreis der Verdächtigen dabei immer überschaubar bleibt, gelingt es der Autorin den Leser ständig auf eine andere Fährte zu locken. Und gerade hier bei den Feddersens ist so ziemlich jeder fragwürdig - ja, wenn man so eine Familie sein Eigen nennt, braucht man keine zusätzlichen Feinde mehr - nein, hier reicht die Verwandtschaft vollkommen aus :0)

Das Einzige, was mich besorgte, war der Titel des nächsten Teils - der heißt nämlich 'Mordsfinale' - und ganz ehrlich, der Gedanke, das könnte das Finale dieser Reihe sein, war doch ein wenig... beängstigend. Aber - Entwarnung! - es geht weiter und das ist definitiv gut so! :0D

Also meine beiden Daumen sind oben - wer es nicht so... brutal und ekelig mag, ist hier genau richtig!

Reihenfolge
1. Tod am Deich
2. Mordskuss 

3. Mordsleben 
4. Mordsschwestern
5. Mordsfinale

Viele Grüße von der Numi

Sonntag, 11. März 2018

Rezension: Das Lied der toten Mädchen

von Linus Geschke, erschienen bei Ullstein.


Erschienen am 12.01.2018
Taschenbuch, Broschur
400 Seiten
ISBN-13 9783548289311

Beschreibung laut Verlag

Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die »Hush little baby« spielt.

Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf. Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid? Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem die Frau damals arbeitete? Dann wird wieder eine Frau getötet. Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden. Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist … 

Rezension
Der Journalist Jan Römer und seine Kollegin Stefanie Schneider sind bei ihrer Zeitung für die Rubrik 'Ungelöste Kriminalfälle' zuständig. Dieses Mal graben sie den Fall einer jungen Frau aus, die 1997 auf dem Wilzberg aufgefunden wurde - erstochen mit einem einzigen Stich und bei ihr lag eine Spieluhr, die ein Schlaflied spielte.

Die Polizei konnte den Fall damals nicht aufklären - also machen sich Jan und Stefanie - genannt Mütze - an die Arbeit. Wer war die junge Frau? Woran können sich ihre Familie und Freunde erinnern? Was hat es mit ihrer merkwürdigen Arbeitsstelle auf sich? Und warum sind die damaligen Ermittlungen eher ... lückenhaft verlaufen?

Schon bald merken Jan und Mütze, dass sie mit der Auswahl des Falles in ein Wespennest gestochen haben. Plötzlich bekommen sie es mit Leuten zu tun, die... Und als eine weitere Frau ermordet wird, wissen sie, dass ihre Ermittlung mehr als nur Staub aufwirbeln...

Fazit
Es gibt Bücher, da machen das Herz, der Bauch und der Verstand einen gemeinsamen Hüpfer, sobald das Erscheinen angekündigt wird. So war es bei mir auch beim dritten Fall um Jan Römer. Wenn so ein Buch dann bei mir eingezogen ist, zelebriere ich praktisch meine Vorfreude, d.h. das Buch liegt da und wird umkreist - also gedanklich.

Ich stelle mir vor, um was es darin geht, wie es mir gefallen wird, wie sich die Figuren entwickeln werden und, und, und. Das kann Wochen und Monate dauern. Immer mit dem ruhigen Wissen, das ich es jeeederzeit aufschlagen kann. Herrlich :0)

Wenn der Moment dann gekommen ist .... wooooooooooow..... und schwupp hab ich so ein Buch meist in ein oder zwei Tagen durchgesuchtet und freu mich und bin gleichzeitig traurig, das ich nun wieder warten muss, bis der nächste Teil erscheint.... seufz.... kennt ihr das?

Aber nu zurück zum Buch. Die Schreibweise von Herrn Gerke gefällt mir. Sie ist flüssig und gut zu lesen, sodass die Seiten dahinfliegen. Die Beschreibung der Umgebung lässt ein Bild vor meinem Augen entstehen in das ich mich einfühlen kann - ja das kann in einem dunklen, einsamen Wald schon... beklemmend werden *buaaaaa*.

Die Figuren sind mir ja bereits im ersten Band schon lieb geworden und Stück für Stück lernt man sie noch besser kennen, werden die Einblicke tiefer und zwar so, dass man mehr wissen möchte. Die Mischung aus Fall und Privatleben ist auch hier wieder rund. Mir gefällt - neben Jan und Mütze - auch Arslan sehr gut. Ein Ex-Profi-Boxer, der die beiden gerne unterstützt, gerade wenn es während der Ermittlungen zu.... körperlichen... Diskussionen kommen könnte ;0)

Der Fall selbst ist wieder gut recherchiert, sehr spannend aufbereitet vom Anfang bis zum Ende und nein, ich bin nicht auf des Rätsels Lösung gekommen. Also alles in Allem Lesevergnügen pur. Mir gefällt die Reihe richtig, richtig gut. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ich kann Euch die Bücher nur empfehlen - also beide Daumen oben!

Reihenfolge
Die Lichtung
Und am Morgen waren sie tot
Das Lied der toten Mädchen



Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 7. März 2018

Gestern...

bin ich da über etwas gestolpert... unabsichtlich.... (Huhu Ulrike ;0).... und ich hatte zwar nicht alles, was ich gerne genutzt hätte daheim, aba.... aba.... ich musste es einfach ausprobieren !!!!

Ich habe mir ein paar Zauberstäbe gebastelt *hihi*.


 

Obwohl ich keine Perlen und so ein Gedönse hatte, bin ich doch happy ;0D

 

Einfach ein paar Essstäbchen, Heisskleber, Holzkugeln, Acrylfarbe, die Reste vom Nagellack, den ich mir für die Dracheneier besorgt hatte


 

 und bei dem Roten hab ich noch ein bisserl Granulat drübergestreut.

 
Bin richtig happy. Wenn ich die Tage mal über anderen Kleinkram stolper, kööööönnte da vielleicht noch einer zu kommen oder zwei... oder drei ... kicher.

Übrigens hab ich gestern mal ausprobiert, ob sie funktionieren (sind ja schließlich nicht von Ollivander). Einen hat Göga in die Hand bekommen, einen ich und dann hab ich ihn mit einem kraftvollen 'Expelliamus' entwaffnet - ha - ja, sein Stab hat er fallen lassen... äh.... nee.... der ist weggeflogen! Echt!!!

;0)

Viele Grüße von der Numi,
die heimlich immer noch auf ihren Brief aus Hogwarts wartet...

Donnerstag, 1. März 2018

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 4


Erscheinungsdatum: 26.01.18
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 270 Min. (3 x 90 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.
 

Rezension
Dieses Mal wurden die folgenden Agatha-Christie-Geschichten adaptiert: 

'Das fahle Pferd'
Kommissar Laurence (Samuel Labarthe) wird von einem Pfarrer darüber informiert, das angeblich mehrere Leute auf ... überaus unnatürliche Weise ums Leben kamen. Doch ohne genauer Angaben... ohne Beweise... nein, das ist kein Fall für Laurence. Als allerdings der Pfarrer kurz darauf ermordet wird...

 'Mord im Pfarrhaus' hier unter dem Titel 'Der Fall Protheroe'
In einer Werbeagentur wird eine der Mitarbeiterin am frühen Morgen erhängt aufgefunden. Kein Selbstmord - das steht schnell fest. Verdächtigt wird der Freund der Toten - doch der ist ein zufällig Alice Avrils bester Freund aus Kindertagen und damit fällt er für sie als Täter natürlich aus. Kommissar Laurence sieht das allerdings anders. Was bleibt Alice da anderes übrig, als sich undercover als Ersatz für die Tote zu bewerben?

'Das fehlende Glied in der Kette' hier als 'Der mysteriöse Fall Styles'.
 Die rechte Hand der Chefin von 'Styles' - einem Institut für Schönheitspflege und Verjüngungskuren - bittet Laurence um Hilfe. Sie befürchtet, dass der viiiiel jüngere Mann ihrer Chefin seiner Frau etwas antun will um an ihr Vermögen zu kommen.

Kaum ist diese Vermutung ausgesprochen, bekommt Laurences Assistentin Marlène (Élodie Frenck) leuchtende Augen. Ermittlungen in DEM angesagten Institut für Wellness, Schönheit, Glamour und Tamtam - und schon macht sie sich zusammen mit Alice - die natürlich eine tolle Story wittert - auf den Weg nach Styles um sich dort undercover umzusehen. Doch schon stolpert ausgerechnet Marlène über die erste Leiche....
  
Fazit
Nachdem mich ja die Collection 3 etwas irritiert hatte, war ich gespannt, wie es mit den nächsten Fällen weitergeht und ganz ehrlich: ich bin begeistert. Sie haben mir ausnahmslos gefallen. Klasse gemacht.








Laurence, Avril und Marlène geben - obwohl sie recht unterschiedliche Charaktere sind - zusammen ein sehr, sehr gutes Team ab. Das passt einfach zusammen. Dazu kommen die hervorragende Ausstattung (die 50er Jahre hatten schon was), die Kulissen, die brillanten Farben, die Kameraführung und natürlich überaus spannende Geschichten mit dem genau passenden Spritzer
Humor. Kurz gesagt: ich bin begeistert.



Das Einzige, was mich hier tatsächlich stört, ist der Preis - beziehungsweise das Preis/Film-Verhältnis. Während die vorhergehenden Collections vier Filme beinhalteten, sind es hier nur noch drei - allerdings zum gleichen Preis. Collection 5, die im März erscheint, enthält auch nur drei Filme. Ich muss ehrlich gestehen, das mir diese... Gier gegen den Strich geht. Erst wird man angefüttert und sobald Fans da sind, wird der Preis über diese Art und Weise erhöht und das nicht zu knapp. Vielleicht sollte die Filmindustrie mal darüber nachdenken... denn so vergrault man eventuell den ein oder anderen Zuschauer, der nicht bereit ist sich soooo auffällig über den Tisch ziehen zu lassen.


So - das musste mal raus. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass mir diese Serie richtig, richtig gut gefällt! :0)

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 3


Erscheinungsdatum: 27.10.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 360 Min. (4x 90 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.
 

Rezension
Weiter geht es mit Kommissar Laurence (Samuel Labarthe), seiner naiv-netten Assistentin Marlène (Élodie Frenck) und der draufgängerischen Journalistin Alice Avril (Blandine Bellavoir). In vier neuen Fällen stellen sie ihr Können unter Beweis.

Adaptiert wurden die folgenden Agatha-Christie-Geschichten: 'Die Kleptomanin', 'Vier Frauen und ein Mord', ''Ein Mord wird angekündigt' hier unter dem Titel 'Mörderparty' und 'Poirot und der Kidnapper' hier als 'Die seltsame Entführung des kleinen Bruno'

Fazit
Huch - ja... also... hier tanzt der ein oder andere Fall mal aus der bisherigen Reihe. 

Zum Beispiel spielt Élodie Frenck, die als Marlène eher etwas.... einfacher gestrickt daher kommt, im ersten Teil eine Doppelrolle. Die Ähnlichkeit der Beiden ist mir natürlich sofort aufgefallen, aber ganz ehrlich: Ich habe nachgesehen, ob es die gleiche Schauspielerin ist, denn die Schwester - Solange Valinos - ist bei weitem ein anderes Kaliber... praktisch ein... verbittertes, fieses Biest. 


Samuel Labarthe, der als Kommissar Laurance meist an... einen souveränen James Bond erinnert, zieht auch mal ganz andere Seiten auf. Durch ... ein... Geschehen, welches ich natürlich nicht weiter beschreibe, ist er... ja... persönlich betroffen und schwupp: vorbei ist es mit Nonchalance, Contenance und Prinzipien. Da mutiert der Mann ja fast zum... normalen Mensch :0)


Außerdem gewährt der Kommissar einen näheren Blick auf seine... Einstellung zu Frauen und nein Monsieur, das geht ja mal gar nicht! - Und schon bin ich wieder einmal froh, heute und hier zu leben!


Gefallen haben mir die Folgen natürlich trotzdem - nicht ganz so gut, wie die bisherigen, aber trotzdem gut. Nu bin ich gespannt, wie es in Collection 4 weitergeht - die liegt schon hier und wartet auf mich :0)

Viele Grüße von der Numi

Freitag, 2. Februar 2018

Rezension: Strandgut

von Benjamin Cors, erschienen bei dtv.


Erschienen am 18. März 2016
Taschenbuch
432 Seiten
ISBN 978-3-423-21632-6

Beschreibung laut Verlag
Bei den Filmfestspielen in Cannes passiert dem jungen, aufstrebenden Personenschützer Nicolas Guerlain ein unverzeihlicher Fehler – seine Karriere ist ruiniert, er wird in seine alte Heimat, den idyllischen Badeort Deauville in der Normandie, strafversetzt. Mit der Ruhe am Meer ist es jedoch bald vorbei, als eine abgetrennte Hand an den Strand gespült wird.

Rezension
1967
Antoine Bazin - Croupier im Casino von Deauville - ist ein sehr gewissenhafter Mann. Doch an diesem einen Abend trifft er die eine falsche Entscheidung, die ihn das Leben kostet...
 
Fast fünfzig Jahre später
Nicolas Guerlain ist nur für einen winzig kleinen Augenblick, für ein kurzes Zwinkern, für den winzigen Bruchteil einer Sekunde unaufmerksam - doch genau das kann sich ein Personenschützer nicht erlauben. Wenn dabei die Schutzperson auch noch verletzt wird...

So findet sich Nicolas, der eigentlich mit dem sofortigen Rausschmiss gerechnet hat, in seiner Heimatstadt Deauville wieder. Strafversetzt. Hier soll er als Berater tätig sein, während der Vorbereitung für den bald stattfindenden G8-Gipfel. Weit entfernt von seinem Team und von ihrer Schutzperson...

Doch bereits am ersten Tag bringt Nicolas der Polizei eine abgetrennte Hand mit, die er unterwegs aus dem Meer gewischt hat, wo sie, wie Strandgut, Richtung Ufer schwemmte. Kurz darauf findet man eine Leiche, die allerdings noch im Besitz beider Hände ist. Und es tauchen Fotos der Schutzperson, die am Gipfel teilnehmen wird, mit einem aufgemalten Fadenkreuz auf.

Nicolas ist zwar vor Ort - doch niemand traut ihm, niemand glaubt ihm...

Fazit
Vor kurzem hatte ich den zweiten Band der Reihe um Nicolas Guerlain gelesen und war so begeistert, dass es Band 1 und 3 gar nicht auf meine Wunschliste schafften, sondern sofort in Papierform ins Haus flatterten - manchmal muss das halt so sein :0)

Bei dem ersten Teil habe ich etwas länger gebraucht, bis ich in die Geschichte hinein kam. Doch dann liest man Sätze, die einem... wie flüssiges Karamell auf der Zunge zergehen. Man merkt plötzlich, dass man lächelt und glänzende Augen bekommt und schwupp... schon hat einen das Buch eingefangen und dann lässt es einen auch nicht mehr los - hachz - so soll es sein!

Die Geschichte ... oder die Geschichten? ... sind gut durchdacht, ausgefeilt, feinfühlig konzipiert. Die Taten sind natürlich... bösartig... blutig...brutal, aber so ruhig und leise erzählt, dass man als Leser nicht so.... angewidert und geschockt ist, wie es heute bei der Lektüre so vieler Bücher der Fall ist und was ich persönlich so gar nicht mag.

Mir hat das Buch gefallen. Es ist spannend - bis hin zum Showdown, melancholisch, an manchen Stellen brutal und doch im Ganzen liebevoll gezeichnet. Nicolas hat auf jeden Fall einen Platz in meinem Herzen und damit natürlich auch in meinem Bücherregal und ich freu mich schon auf den nächsten Teil!

Reihenfolge
Strandgut
Küstenstrich
Gezeitenspiel 

Viele Grüße von der Numi

Montag, 22. Januar 2018

Rezension: Tote trinken keinen Whisky

Ein neuer Fall für Pippa Bolle
von Auerbach & Keller, erschienen bei List.


Erschienen am 12.09.2014
Taschenbuch, Broschur
448 Seiten
ISBN-13 9783548611174

Beschreibung laut Verlag
Flüssiges Gold, Dudelsäcke und wilde Landschaften – darauf freut sich Pippa Bolle, als sie die Einladung ihrer Freunde Duncan und Anita zur Hochzeit auf die schottische Halbinsel Kintyre annimmt. Im Gepäck hat Pippa das perfekte Hochzeitsgeschenk: Sie hütet Duncans Whiskybrennerei während der Flitterwochen des Brautpaares – bis ihre romantischen Vorstellungen mit der Realität kollidieren und die Ereignisse so stürmisch werden wie das Novemberwetter. Zwischen Leichen und schottischen Flunkereien lernt Pippa viel über alte Bräuche und neue Freundschaften.

Rezension
Pippa Bolle und ihr Bruder Freddy sind zur Hochzeit ihrer Freunde Duncan und Anita eingeladen und zwar auf die schottische Halbinsel Kintyre. Alle vorab anreisenden Freunde sollen dem Brautpaar - statt Geschenken - einen kleinen Dienst erweisen. So sind auch Pippa und Freddy gespannt auf ihre Aufgabe und freuen sich auf ihre Zeit in der wunderschönen Umgebung.

Allerdings geschieht während der Überfahrt ein... Unfall. Eine Frau fällt über Bord und ertrinkt... nicht gerade der perfekte Einstieg zu dieser Reise... aber... so etwas kann ja mal passieren....

Doch auch vor Ort sieht nur auf den ersten Blick alles wundervoll aus. Das Duncan nun die Leitung der Familienwhiskybrennerei übernommen hat, scheint nicht jedem zu gefallen - so ganz und gar nicht. Und als dann noch...

Fazit
Dieses hier ist der fünfte Fall für Pippa Bolle und dieses Mal geht es nach Kintyre - hachz - ja, genau: auf die schottische Halbinsel von der schon Paul Mc Cartney in seinem Lied 'Mull of Kintyre' schwärmt - ich kann Euch sagen: dieses Lied schwebte mir während des Lesens die ganze Zeit durch den Kopf!

Man merkt den beiden Autorinnen die Liebe zu dem Land durchweg an - am liebsten würde ich sofort einen Schottland-Urlaub buchen - am besten eine Rundreise durch das ganze Land und wenn ich da schon mal bei wäre - direkt mit Besuch sämtlicher Whiskybrennereien :0)
(Ich gebe zu, dass ich durch dieses Buch wirklich Lust habe, mal einen schottischen Whisky zu probieren - bisher habe ich nur mal an einem Irischen genippt - kommt auf meine To-Do-Liste.)

Der Fall, um den es geht, ist recht umfangreich und Pippa spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle, aber trotzdem fand ich die Geschichte ganz spannend. Pippas ... Eroberung hat mir zwar nicht ganz so gefallen... also, das Miteinander und das Drumherum, aber dafür hab ich mich schockverliebt in Laddie Blackbeard - ein riesiger Kater, der für Duncans Brennerei arbeitet - herrlich!

Die Schreibe der beiden Autorinnen ist - wie gewohnt - leicht und fluffig zu lesen. Wie gewohnt, weil hinter  'Auerbach & Keller'  Ute Mügge-Lauterbach und Brenda Stumpf stecken. Und diese Frau Keller ... also Frau Stumpf ... das ist nämlich die Lotte Minck - die Autorin der Loretta-Luchs-Romane... Ihr seht also... :0)

Ich bin gespannt, wie es in 'Des Katers Kern' weitergeht!

Reihenfolge
Unter allen Beeten ist Ruh
Dinner for one, murder for two
Tote Fische beißen nicht
Ins Gras gebissen
Tote trinken keinen Whiskey
Des Katers Kern
Tödlicher Bienenstich - erscheint am 09.03.2018 

Viele Grüße von der Numi