Montag, 31. Juli 2017

Rezension: Agatha Raisin

Staffel 1


Erschienen am 13.03.2017
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Agatha Raisin, ehemalige PR-Managerin aus der Metropole London, hat genug von der Großstadthektik. Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds - davon hat Agatha schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit sie allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn:
Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben!
Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen. Agatha ermittelt auf eigene Faust...


Rezension
Agatha Raisin (Ashley Jensen) - ein Werbefachfrau... ach, was sag ich: eine Werbe-Ikone aus dem schillernden London - setzt sich zur Ruhe. Und genau so, wie sie es sich schon immer gewünscht hat, in einem wunderschönen Cottage im malerischen Cotswolds. Nun fehlt nur noch das Integrieren ins örtliche Dorfleben.

Doch leider läuft das nicht wirklich nach Plan... irgendwie sind die Dörfler nicht ganz so aufgeschlossen für die Neue, wie Agatha sich das vorgestellt hat. Aber Aufgeben ist ja was für andere. Als erstes nimmt sie also an einem Backwettbewerb teil mit einer wunderschönen, überaus leckeren Quiche.

Man muss vielleicht dazu sagen, das Agatha nicht so der Typ Hausfrau ist... aber wichtig ist ja eigentlich auch nur, das sie den Wettbewerb gewinnt um so Kontakte im Dorf aufzubauen. Und wenn stört es da, das die Quiche ... nicht direkt selber ... naja... sie holt sie immerhin selber ab - in London - bei einem Meister-Quiche-Bäcker!

Dumm ist nur, das der Testesser des Wettbewerbs nach dem Genuss genau dieser Quiche verstirbt - Todesursache Gift. Peinlich... überaus peinlich für Agatha. Nun steht sie doch tatsächlich unter Mordverdacht... und muss nun beichten,... das die Quiche nicht handgemacht war...

Gleichzeitig jedoch ist ihr Ehrgeiz geweckt. Wer könnte der Giftmischer sein? Und warum wurde ausgerechnet der Testesser getötet? Und wie kam das Gift in ihre Quiche? Agatha macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter!

Fazit
Herrlich!

Ich fang mal von vorne an: In der ersten Folge war ich doch etwas.... irritiert - kommt Agatha doch leicht overdressed, überkandidelt, ein wenig schräg daher. Und dann betrügt sie auch noch bei dem Wettbewerb... mmm... aber manchmal muss man einfach mal durchhalten und weiter schauen. Und ich bin froh, dass ich das gemacht hab :0)


Die Schauspieler sind für ihre Rolle klasse ausgewählt und alle durchweg sympathisch. Da wäre natürlich Ashley Jensen als Agatha, Katy Wix als ihre Haushälterin Gemma, die ein kleines Auge auf den Polizisten Bill Wong - gespielt von Matt McCooey - geworfen hat. Der wiederrum mag eigentlich Agatha lieber, die aber eher auf ihren Nachbar James (Jamie Glover) steht. Ja ja, auf der Alm, da gibts koa Sünd, aber auf so einem englischen Dorf...


Dazu kommt dann noch Agathas bester Freund aus London - Mathew Horne als Roy Silver, schwul, ein Recherche-As am Computer und stets mit Rat und Tat an Agathas Seite - herrlich.

 

Von der Umgebung her fühlt man sich, wie bei Inspector Barnaby - ein beschauliches, ruhiges, wunderschönes, englisches Dorf, in dem die Leute sterben, wie die Fliegen. Ja keine Sorge, der Testesser ist natürlich nur das erste Opfer in der ersten Folge. Ihm folgen noch einige nach, sodass Agatha ihre neugierige Nase auch weiterhin in Mordfälle stecken kann - und das ist gut so.


Also meine beiden Daumen sind oben für diese tolle, humorvolle, spannende Cosy-Krimiserie. Mir hat sie richtig gut gefallen und ich freue mich auf mehr von Agatha!

Viele Grüße von der Numi

Donnerstag, 27. Juli 2017

Rezension: The Paradise

Staffel 1 und 2


Erschienen am 14.08.2015
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 800 Min. (16 x 50 Min. + Bonus)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 6

Synopsis
Im England des Viktorianischen Zeitalters zieht die junge Denise Lovett (Joanna Vanderham) in eine kleine Stadt, um in dem Textilwarenladen ihres Onkels zu arbeiten. Da jedoch gerade das Kaufhaus The Paradise eröffnet wurde, kann sich ihr Verwandter die Anstellung seiner Nichte nicht lange leisten. Also heuert sie im Paradise als Verkäuferin an und wird unter den strengen Augen ihrer Vorgesetzten Miss Audrey (Sarah Lancashire) ausgebildet. Bald wird der Witwer John Moray (Emun Elliott) auf die adrette Frau aufmerksam, was wiederum Kollegin Clara (Sonya Cassidy) überhaupt nicht gefällt.

Rezension
19. Jahrhundert - Die junge Denise (Joanna Vanderham) zieht in die Stadt um bei ihrem Onkel (Peter Wight) in seinem Textilwarenladen zu arbeiten. Doch leider kann der es sich im Moment gar nicht leisten jemanden anzustellen, denn ein neues Kaufhaus hat direkt gegenüber seines kleinen Lädchens eröffnet.


Um nicht wieder nach Haus zu müssen, bewirbt sich Denise einfach in dem Kaufhaus und tatsächlich bekommt sie die Chance dort als Verkäuferin zu arbeiten. Schon bald fällt sie nicht nur dem Besitzer des Kaufhauses - Witwer John Moray (Emun Elliott) - auf. Nein, durch ihre clevere, ideenreiche Art hat sie auch schnell die Neider auf den Plan gerufen. Und das führt zu so manchen Irrungen und Wirrungen.

Fazit
Liebe, Eifersucht, Leidenschaft - bei manchen vor allem für das Geschäft, Neid, Missgunst - ein Potpourri der Leidenschaften. Eigentlich schau ich solche Serien ja nicht unbedingt, aber *hachz* - diese hier hat mir gefallen.



Das könnte natürlich auch zum Teil an der wunderschönen Ausstattung liegen - alleine diese Kleider - seufz - vielleicht sollte ich mir auch mal so ein Teil nadeln - zumindest kann man einen voluminöseren Popo bestimmt traumhaft damit kaschieren :0)


Der ein oder andere Schauspieler war mir bekannt, z.B. Sarah Lancashire (Denises Vorgesetzte Miss Audrey) aus der Serie Happy Valley oder Peter Wight (Onkel) aus der ein oder anderen Serie, aber auch die - für mich - unbekannten Schauspieler haben einen guten Job abgeliefert. Allen Voran Joanna Vanderham, die die junge ehrgeizige Frau in der damaligen Zeit der Männer glaubhaft verkörpert.


Ich würde sagen 'The Paradise' ist eine Serie für Frauen - fürs Auge und fürs Herz. Mir hat sie richtig gut gefallen - zwar leider nur insgesamt zwei Staffeln, aber die sind wirklich gelungen und die Geschichte ist rund abgeschlossen.

Also: Meine Daumen sind beide oben!

Viele Grüße von der Numi

Dienstag, 25. Juli 2017

Rezension: Tod auf Juist

von Ulrike Busch, erschienen im Klarant Verlag.



Erschienen am 14.07.2017
Ebook
99 Seiten
ISBN 9783955736507

Beschreibung laut Verlag
Ein rätselhafter Todesfall hält die ostfriesische Insel Juist in Atem. Zwei junge Frauen werden leblos aufgefunden, friedlich ruhend im Strandkorb! Die beiden Freundinnen waren Gäste im Haus der Inneren Mitte, dem berühmten spirituellen Zentrum der Insel. Hat ihr Therapeut Jannes Aldag die Selbstmord-Absichten der jungen Frauen nicht erkannt? Zur selben Zeit weilt auch die ostfriesische Journalistin Kaya Witt auf Juist. Sie mag an die Freitod-Theorie nicht so richtig glauben und spürt der Sache nach. Schnell wird deutlich: Unter den Therapeuten des spirituellen Zentrums herrscht alles andere als Harmonie. Und welche Rolle spielt der halbseidene Finanzjongleur Jendrik Holthusen? Er hat große Pläne auf der Nordseeinsel, und der Tod der beiden Frauen spielt ihm perfekt in die Karten…

Rezension
Kaya - Journalistin ihres Zeichens - ist auf dem Weg nach Juist. Zusammen mit Tante Leenke und Freundin Inka wollen die 3 eine Woche entspannen - Tante Leenke mit Spaziergängen und die beiden jungen Frauen mit einigen spirituellen Kursen im 'Haus der Inneren Mitte'

Doch schon auf dem Weg zur Insel ändern sich die Vorzeichen, denn ausgerechnet auf Juist werden zwei Leichen in einem Strandkorb gefunden. Selbstmord? Mord? Hat der Tod der Beiden etwas mit dem 'Haus der Inneren Mitte' zu tun? Schließlich waren die Toten dort auch in Behandlung.

Kayas Neugierde ist geweckt. Was steckt hinter der ganzen Geschichte? Wer ist darin verwickelt? Oder ist es eventuell doch alles anders als gedacht?

Fazit
Das ich die Bücher von Frau Busch mag, brauche ich doch bestimmt nicht mehr erwähnen, oder? Dieses ist mittlerweile das sechste Buch, das ich von ihr gelesen habe - das zweite aus der Reihe um Kaya Witt. Die Schreibe gefällt mir einfach. Fluffig, leicht zu lesen, sympathische Protagonisten, durchdachte Geschichten, die spannend erzählt werden - wobei der zweite Teil mir sogar besser gefallen hat als der Erste.

Und doch möchte ich jetzt an dieser Stelle mal auf hohem Niveau meckern: Ein Krimi auf knapp 100 Seiten ist machbar, aber was wird aus uns armen Lesern? Das hat man doch dann soooooo was von schnell weg gelesen. Und plötzlich muss man wieder auf ein nächstes Buch warten. Das ist doch nicht gerecht oder?

Der einzige Trost, der mir bleibt? Das jeweils neue Buch aus der Anders/Stern- und der Kripo Wattenmeer-Reihe wartet schon darauf gelesen zu werden. Von daher bin ich beruhigt und mecker auch nur ganz leise ;0)

Meine Empfehlung habt Ihr auf jeden Fall wieder!

Reihenfolge
1. Der blaue Stern
2. Tod auf Juist

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 8. Juli 2017

Rezension: Der letzte Pilger

Ein Fall von Tommy Bergmann 1
von Gard Sveen, erschienen bei List.

 

Erschienen 12.05.2017
Taschenbuch, Broschur
460 Seiten
ISBN-13 9783548613734

Beschreibung laut Verlag
Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Während des Krieges stand er stets auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann, scharfsinnig, klug und ein Selbsthasser voller innerer Abgründe, sieht einen Zusammenhang: Die Toten stehen in Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes. Je mehr Tommy Bergmann über die schöne und hochintelligente Frau herausfindet, umso gefährlicher erscheint sie ihm.

Rezension
Zunächst werden in der Nordmarka drei Leichen gefunden - anscheinend Opfer aus dem zweiten Weltkrieg. Ermittler Thomas Bergmann ist betroffen, denn bei einer der Leichen handelt es sich um ein Kind.

Als kurze Zeit später Carl Oscar Krog - ein ehemaliger Widerstandskämpfer - brutal ermordet aufgefunden wird, vermutet Thomas einen Zusammenhang.

Wer sind die Toten und warum sind sie gestorben? Steht die alte Geschichte im Zusammenhang mit dem aktuellen Mordfall? Und wenn ja, wie? Der Name Agnes Gerner taucht immer wieder auf. Ist sie einer der drei Leichen? Wie kann man heute noch heraus bekommen, was damals wirklich geschah und kann man so den Mörder von Krog fassen?

Thomas Bergmann macht sich an die Arbeit...

Fazit
Bei diesem Debüt von Gard Sveen handelt es sich definitiv nicht um einen humorvollen Schnell-weg-les-Krimi, nein - es ist ein Kriminalroman, der den Leser in die Vergangenheit führt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen - einmal zur Zeit des zweiten Weltkrieges zum anderen ins Jahr 2003, sodass man an den jeweiligen Ereignissen 'live' teilnimmt.

Die Schreibweise von Sveen gefällt mir gut - detailreich lässt er Bilder im Kopf entstehen. Allerdings sind die Protagonisten nicht unbedingt sympathisch. Sowohl Bergmann, der als Einzelkämpfer allein unterwegs ist, seine Ex geschlagen hat und nicht wirklich glücklich mit sich selbst ist, als auch die ... anderen Personen. Ich kann nicht behaupten, dass mir da jemand positiv ins Auge gesprungen wäre.

Interessant war das Aufrollen der Vergangenheit. Den zweiten Weltkrieg aus nicht-deutschen-Augen betrachtet - das ist mal eine andere Sicht auf die damalige Zeit.

Allerdings hat mich das Ende der Geschichte irritiert. Normalerweise kann man das Motiv der Täter in Kriminalromanen ja ... nachvollziehen. Aber hier ist mir nicht klar geworden, warum... zumindest zwei Morde... also, da weiß ich einfach nicht...

Mmmm... nein erzählen werde ich nichts, aber das Buch hat mich mit ein, zwei Fragezeichen zurückgelassen... kommt ja schon mal vor, aber...

Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Serie weiter entwickelt. Der zweite Teil 'Teufelskälte' ist im Juni erschienen und steht definitiv auf meiner Wunschliste.

Reihenfolge
1. Der letzte Pilger
2. Teufelskälte

Viele Grüße von der Numi

Mittwoch, 5. Juli 2017

Rezension: Agatha Christie - Mörderische Spiele

Collection 1


Erscheinungsdatum: 30.06.17
Polyband
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 376 Min. (4x 94 Min.)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0

Anzahl Discs: 2

Synopsis
Agatha Christies "Mörderische Spiele" sind in der farbenfrohen und glamourösen Welt der 1950er angesiedelt. Kommissar Laurence ermittelt gewohnt unausstehlich, aber schlicht brillant, und die junge Journalistin Alice Avril tut alles, um eine Schlagzeile zu erhalten. Die überzeugte Feministin scheut dabei keine Auseinandersetzungen mit Laurence. Doch der Kommissar kann sich immer auf seine treue Assistentin Marlène verlassen - ein hinreißendes Ebenbild von Marilyn Monroe.

Rezension
Die 1950er. Der neue Kommissar am Ort bekommt einiges zu tun. Laurance wird dabei - eher unfreiwillig - von der jungen burschikosen Journalistin Alice Avril unterstützt. Die junge ungestüme Frau möchte endlich weg von der Rubrik 'Liebeskummer' hin zu spannenden, ernsthaften Recherchen - und da kommen doch ein paar Mordfälle gerade recht.
Unterstützt wird das Team dabei von Laurance Sekretärin - der wasserstoffblonden Maryline... äh... Marlène - eine herzensgute, leicht naive *hüstel*, zuverlässige Hilfe für die beiden Ermittler.

Fazit
Agatha Christie in den 50er und ganz ohne Miss Marple, Poirot & Co - funktioniert das? Ja, tatsächlich. Sogar gut.


Dabei erinnert mich Kommissar Laurance in seiner souveränen Art ein wenig an einen James Bond (gutaussehend, charmant (zumindest meistens), den Verbrechern gegenüber manchmal auch handgreiflich (ja ja, das waren noch Zeiten damals) und die Frauenherzen fliegen ihm zu.

Alice Avril dagegen ist das genaue Gegenteil. Jung, dynamisch, etwas... unüberlegt, mit nicht-den-besten-Tischmanieren legt auch schon mal fast einen Slapstick hin, wenn es z.B. darum geht sich zu benehmen.


Dazwischen dann die Sekretärin, die mit ihrer liebevollen Art zwischen den beiden Ungleichen vermittelt und zur Stelle ist, wenn Not an Mann... bzw. an Frau ist.


Collection 1 enthält die vier Langfolgen Fata Morgana, Blausäure, Stummer Zeuge und Ein Schritt ins Leere. Die Bücher habe ich gelesen und die Geschichten auch schon in anderen Verfilmungen gesehen. Aber noch nicht so, wie dieses Mal. Ich gebe zu, das die Reihe am Anfang gewöhnungsbedürftig ist, aber ... spätestens beim zweiten Teil hat mich die Serie erwischt.


Alleine schon zuzusehen, wie Laurance das Lenkrad hin und her bewegt - 50er Style par excellence. Es ist, als ob man einen schwarz/weiß Film in Farbe sieht. Und ich weiß auch nicht, wann ich zuletzt einen Film gesehen habe, in dem noch 'Backpfeifen' angedroht werden - *kicher* - zu schön.

Also mir hat diese etwas andere Serie richtig gut gefallen und ich bin schon gespannt, was in Collection 2 geboten wird. Agatha Christie geht irgendwie immer ;0)

Viele Grüße von der Numi

Samstag, 1. Juli 2017

Rezension: iZombie

Staffel 2


Erscheinungsjahr: 2017
Warner Home Video
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 772 Min.
Bildformat: 16x9 anamorph (1,77:1)
Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 2.0 , Englisch
Dolby Digital 5.1
Anzahl Discs:4

Synopsis
In Staffel zwei muss Livs Ex-Verlobter und Geliebter Major die jüngsten Ereignisse und das Wissen, dass Liv ein Zombie ist, verarbeiten. Blaine, jetzt menschlich, kämpft um den Erhalt seiner Zombiewelt; Clive sucht Blaine und vermutet Majors Beteiligung am Meat-Cute-Massaker; Ravi ist auf der Suche nach dem verdorbenen Utopium.  

Rezension
Das Leben... bzw das Untotsein eines Zombies ist auch nicht wirklich einfach. So hat Livs (Rose McIver) Familie z.B. überhaupt kein Verständnis dafür, dass sie ihrem Bruder kein Blut spenden will - mmm...warum wohl nicht ?!


Kompliziert ist auch weiterhin ihre ... eher on/off Beziehung mit Major (Robert Buckley) und der Frage, was passiert eigentlich, wenn ein Zombie Sex mit einem Menschen hat... kann es da zu irgendwelchen Übertragungen von... was auch immer kommen?

Livs Chef und Freund Dr. Ravi Chakrabati (Rahul Kohli) ist also nicht nur weiterhin auf der Suche nach einem Heilmittel, nein, er kümmert sich auch um das... ja... gewünschte eventuelle Liebesleben seiner Freunde.


Gut das Liv wenigstens weiterhin Detective Clive Babineaux (Malcolm Goodwin) bei seinen Ermittlungen helfen kann. Denn schließlich bekommt sie nach dem ... Genuss einer lecker zubereiteten Hirnmahlzeit (also mit Hirn des entsprechenden Opfers) Visionen über deren Vergangenheit. Und das hilft auf der Suche nach dem Täter natürlich ungemein weiter. Blöd nur wenn es um eine enthauptete Leiche geht, deren Kopf samt Hirn nicht aufzufinden ist... ;0)

Blain (David Anders) hingegen kämpft mit ganz anderen Schwierigkeiten. Das Leben...bzw. der Tot... oder einfach das Dasein hat wohl immer seine Tücken...


Fazit
Natürlich sind Zombies fies, ekelig und grausam; ganz gewiss ist das Verspeisen von Gehirn ein no-go, ohne Zweifel sind lebende Untote innerhalb der menschlichen Zivilisation undenkbar, aber... man, was hab ich gelacht :0)

Ganz ehrlich: die Idee der Serie ist absolut ...erfrischend anders.

Zum einen ist da die Hauptstory - also es gibt Zombies und die Suche nach einem Heilmittel steht im Vordergrund... auf der anderen Seite natürlich die Bösen mit dem Wunsch zur Gewinnmaximierung, z. B. bei der Vermarktung von ... frei zur Verfügung stehenden Gehirnen. Also mal ehrlich: spätestens beim Bestatter braucht das ja dann nun wirklich keiner mehr... und wenn man dann da was entnimmt.... also vor der Beerdigung... und das Ganze gourmetmässig anrichtet und zu exquisiten Preisen an entsprechend gut betuchte Zombies verkauft... ich mein, dann brauchen die ja auch nicht selber los ... so ein besonderer Lieferservice... hat doch was...nech?!)

Zum anderen sind da die jeweiligen Todes- bzw. Mordfälle und deren Aufklärung, die aber auch oft einen Verbindungsfaden zur Hauptstory knüpfen.

Dazu die schauspielerische Leistung, bei der besonders Rose McIver brilliert. Dadurch, dass sie nach jeder Mahlzeit auch das Verhalten und die Charakterzüge des Verblichenen übernimmt, spielt sie eigentlich in jeder Folge eine andere Rolle - klasse gemacht!

Der eiiiigentliche Antagonist der Serie David Anders ist mir in der zweiten Staffel schon fast richtig ans Herz gewachsen ... obwohl bei einer Zombie-Serie sollte man sich da vielleicht besser anders ausdrücken - also er ist mir fast sympathisch geworden - und seine Sprüche sind teilweise genial :0)

Allerdings findet am Ende der zweiten Staffel ein solcher Plot twist statt, das mir schon ein wenig die Öhrchen gewackelt haben. Ganz ehrlich: damit hab ich nicht gerechnet. Von daher bin ich wirklich gespannt, wie es in der dritten Staffel weitergeht!

Also wer es witzig - spritzig mag (ja hier sieht man auch schon mal Blut fliegen), dem kann ich diese Serie nur empfehlen. Mir (Weichei) macht sie wirklich Spaß!

Viele Grüße von der Numi